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DSGV-Untersuchung: 89 Prozent der deutschen Gastronomiebetriebe mit Zahlungsangabe akzeptieren Karten, 8 Prozent bleiben bar-only
Was geschah
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat am 3. September 2026 eine Auswertung von 70.364 Gastronomiebetrieben in den 101 einwohnerstärksten Städten Deutschlands veröffentlicht, ausgewertet anhand der von den Betrieben bei Google Maps hinterlegten Zahlungsangaben mit Datenstand 30. Juli 2026. Von den Betrieben mit Angabe akzeptieren 89 Prozent Karten, rund 8 Prozent ausschließlich Bargeld; etwa ein Viertel der Betriebe macht überhaupt keine Angabe.
Am höchsten ist die Kartenakzeptanz in Konstanz (97,6 Prozent), Gütersloh (96,8 Prozent) und Kiel (95,8 Prozent); der höchste Bar-only-Anteil entfällt mit 34,3 Prozent auf Ludwigshafen am Rhein. Nach Betriebsart sind 20,4 Prozent der Imbisse und Schnellrestaurants bar-only, gegenüber 3,9 Prozent der italienischen und 3,3 Prozent der Burger-Restaurants.
Der DSGV stellt den Befund neben die 4,2 Milliarden girocard-Transaktionen des ersten Halbjahrs 2026 und zitiert DSGV-Vorstandsmitglied Joachim Schmalzl: „Entscheidend ist, dass die Menschen wählen können.“
Warum es zählt
Die deutsche Gastronomie ist das Segment, das am längsten am Bargeld festgehalten hat — dies ist die erste Messung auf Städteebene, die zeigt, wie weit sich das verschoben hat, mit ungewöhnlich großer Stichprobe und offengelegter Methode, was mehr ist als die meisten Akzeptanzangaben in diesem Markt mitbringen. Die verbleibenden 8 Prozent Bar-only und die 20,4 Prozent bei Imbissen markieren, wo für Acquirer und Terminalanbieter im deutschen Gastgewerbe tatsächlich noch Terminalpotenzial liegt; die 34 Prozentpunkte Spannweite zwischen Konstanz und Ludwigshafen zeigen, dass diese Lücke regional und nicht bundesweit zu adressieren ist.
Für den einzelnen Gastronomen zählt die umgekehrte Zahl: Kartenakzeptanz ist inzwischen der Normalfall, den Gäste voraussetzen — zu den 8 Prozent Bar-only zu gehören, ist sichtbarer Ausreißer und nicht mehr bloß eine ortsübliche Entscheidung.
Worauf achten
Ob der DSGV die Messung wiederholt und damit eine Zeitreihe entsteht, ob der Bar-only-Anteil bei Imbissen sinkt, sobald softPOS und günstige Terminals dieses Format erreichen, und ob sich die regionale Spannweite verringert oder verfestigt.
Quellen
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