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Mollie schließt die Übernahme von GoCardless ab und formt eine Gruppe mit 350.000 Händlern
NiederlandeVereinigtes KönigreichEU
Was geschah
Mollie hat die Übernahme von GoCardless am 1. September 2026 abgeschlossen. Der Transaktionswert liegt bei rund 1,05 bis 1,1 Mrd. EUR, mehr als 90 Prozent davon in Aktien, der Rest in bar. Die kombinierte Gruppe betreut über 350.000 Unternehmen in mehr als 30 Märkten und verbindet Mollies Karten- und lokale Zahlungsakzeptanz mit der Bankzahlungs- und Pay-by-Bank-Infrastruktur von GoCardless in 38 Ländern.
Geführt wird die Gruppe von Mollie-CEO Koen Köppen; GoCardless firmiert weiter als 'GoCardless, a Mollie company' unter Mitgründer Hiroki Takeuchi. Beide Häuser arbeiten zunächst getrennt weiter, bestehende Verträge bleiben unverändert.
Warum es zählt
Es ist die größte europäische PSP-Konsolidierung des Jahres neben Global Payments/Worldpay, und sie setzt auf eine klare These: Der KMU- und Mittelstandshändler kauft Kartenakzeptanz, Lastschrift, Pay by Bank, Geschäftskonto und Finanzierung künftig aus einer Hand statt bei vier Anbietern. Zugleich holt ein kartenzentrierter PSP eine wirklich skalierte A2A-Schiene ins Haus, genau während Wero, Pay by Bank und die Instant-Payments-Verordnung Bankzahlungen an die Kasse schieben.
Für Adyen, Stripe und die bankeigenen Acquirer verschiebt sich der Wettbewerb von der Kartenökonomie hin zur Frage, wer den gesamten Geldfluss des Händlers besitzt.
Worauf achten
- Ob die beiden Plattformen tatsächlich zusammengeführt werden oder dauerhaft parallel laufen
- Ob die Basis von GoCardless in UK, den USA, Kanada und ANZ gehalten oder auf Europa zurückgeschnitten wird
- Ob das Pay-by-Bank-Volumen der Gruppe in den Wero- und iDEAL-Migrationszahlen sichtbar wird
Quellen
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