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Regulierung

Visa und Mastercard droht eine UK-Sammelklage über 5 Milliarden Pfund wegen Interbankenentgelten von rund einer Million Unternehmen

Vereinigtes Königreich

Was geschah

Die Kanzleien Harcus Parker und Hausfeld haben am 26. Oktober 2026 beim britischen Competition Appeal Tribunal Sammelklagen eingereicht. Sie richten sich gegen die multilateralen Interbankenentgelte auf Visa- und Mastercard-Transaktionen mit Debit-, Kredit- und Prepaidkarten von Privatkunden zwischen Oktober 2020 und Oktober 2026.

Lässt das Gericht die Klage zu, wären schätzungsweise eine Million britische Unternehmen, Vereine und gemeinnützige Organisationen mit weniger als 100 Millionen Pfund Umsatz automatisch erfasst, sofern sie nicht widersprechen; größere Unternehmen müssten sich aktiv anmelden. Die Summe von rund 5 Milliarden Pfund stammt aus dem Umfeld des Verfahrens, nicht aus einer offiziellen Bewertung. Mastercard nennt die Klage spekulativ.

Warum es zählt

Nach Zahl der erfassten Händler ist dies die breiteste britische Interchange-Klage bisher, und sie kommt zu einem bereits registrierten Verfahren für rund 126.000 Unternehmen wegen der Gebühren auf EWR-Karten nach dem Brexit hinzu. Das Tribunal hatte im Juni 2025 bereits festgestellt, dass bestimmte Entgelte den Wettbewerb beschränken — offen sind damit vor allem Höhe und Weitergabe des Schadens, nicht die Haftung im Grundsatz.

Eine zugelassene Opt-out-Gruppe von einer Million Händlern macht aus dem britischen Interchange eine Bilanzposition beider Schemes.

Worauf achten

Die Zulassungsverhandlung, ob beide britischen Verfahren gemeinsam geführt werden und ob die Schemes die britischen Entgeltsätze schon vor der Bezifferung ändern.

Quellen

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