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Strategie
Checkout.com startet direktes US-Acquiring über eigene Banklizenz in Georgia
Was geschah
Checkout.com gab am 9. September 2026 bekannt, Kartentransaktionen in den USA nun direkt über seine Merchant-Acquirer-Limited-Purpose-Bank-Lizenz des Georgia Department of Banking and Finance abzuwickeln. Die Lizenz verschafft dem Unternehmen direkten Zugang zu den Kartennetzwerken ohne Sponsorbank und mehr Kontrolle über den gesamten Zahlungsablauf; der Start ist nach eigener Darstellung die dritte Phase des MALPB-Wegs, nach Annahme des Antrags und der Erteilung der Lizenz im Januar 2026.
Jordan Reynolds, CEO der MALPB und Leiter des nordamerikanischen Bankgeschäfts, nannte den Schritt prägend für den US-Kurs des Unternehmens; Checkout.com will weiter Personal und Infrastruktur in San Francisco, Atlanta und New York aufbauen. Volumina oder Finanzkennzahlen wurden nicht genannt.
Warum es zählt
Europäische Plattformen mit Enterprise-Kundschaft gehen zunehmend dazu über, die regulierte Ebene selbst zu besitzen statt sie zu mieten, und Checkout.com ist nach Adyen der zweite große europäische PSP, der die Sponsorbank aus seinem US-Aufbau nimmt. Für europäische Händler mit einem globalen Vertrag ändert das, was Checkout.com beim US-Volumen tatsächlich steuern und bepreisen kann - Netzwerk-Routing, Auszahlungszeitpunkte und Chargeback-Abwicklung hängen nicht mehr an einem Dritten.
Genau darum wird im Enterprise-Geschäft gegen Adyen und das fusionierte Global Payments/Worldpay auf beiden Seiten des Atlantiks gestritten.
Worauf achten
Ob bestehendes US-Volumen auf die MALPB migriert oder nur Neukunden dort gebucht werden, ob sich die Lizenz in den nächsten Zahlen als Margeneffekt zeigt, und ob ein weiterer europäischer PSP denselben Weg über Georgia einschlägt.
Quellen
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